Kochen für den Alltag

Ernährungs-Wirrwar

Sich ausgewogen zu ernähren ist für manche ein tägliches Anliegen. Die Informationsflut was man darf und was nicht jedoch so unüberschaubar, dass einem glatt die Lust zu kochen und zu essen vergehen könnte. In der westlichen Ernährungslehre herrscht Uneinigkeit. Beispielsweise wird die Ernährungspyramide von Land zu Land unterschiedlich aufgebaut. Fette wurden nach jahrzehntelangem Dasein als Bösewicht der Ernährung rehabiliert. Superfoods müssen herhalten, der Vitaminspiegel beachtet werden und Spurenelemente wie Eisen rücken ins Rampenlicht.

Mal ehrlich: Wer blickt da noch durch? Wer nicht eine Ausbildung in Ernährung absolviert hat, hat quasi keine Chance, sich ohne Hilfe „richtig“ zu ernähren, sollte man meinen. Dabei ist Essen Kultur. Spass sollte es machen, vorallem in unseren Breitengraden, wo wir jeden Tag aus einer Fülle von Nahrungsmitteln wählen können. Wir geniessen gegenüber einem Grossteil der Weltbevölkerung ein unsagbares Privileg und haben dabei Angst, uns falsch zu ernähren. Ist das nicht paradox? Im Umkehrschluss müsste man annehmen, dass sich die Unprivilegierten zwangsläufig falsch ernähren, weil sie keine andere Wahl haben. Und gerade das ist im Grunde falsch.

Wie esse ich denn nun „gesund“ ?

Kochgeschichten möchte die Lust am Alltäglichen stärken. Ernährungstechnisch bediene ich mich grundsätzlich den alten östlichen Ernährungslehren des Ayurveda und TCM. Wobei ich nicht dogmatisch vorgehe sondern einzelne Weisheiten herauspicke und alltagstauglich versuche umzusetzen. Folgende Grundsätze führen zu einer ausgewogenen Ernährung:

  1. Die Region wo man lebt, sorgt mit seinen saisonalen Produkten ausreichend für eine ausgewogene Ernährung. Exotischer Superfood ist nicht überlebenswichtig. Natürlich können trotzdem importierte Lebensmittel wie z.B. Ingwer oder Bananen eingesetzt werden
  2. Höre auf deinen Bauch und setze dein Hirn zum Denken ein. Der Körper weiss genau, was ihm gut tut und was nicht. Übt er eine natürliche Abneigung gegenüber gewissen Lebensmitteln auf, dann braucht er sie auch nicht und du brauchst dich auch nicht zu überwinden. Andererseits führt dich dein Körper auch in die Irre, beispielsweise bei Heisshunger. Das ist der Moment, wo man sein Hirn einschalten und seinem Körper die Schranken weisen sollte.
  3. Achte auf eine Vielfalt auf dem Teller: Farblich wie geschmacklich. Je farbenfroher (mit natürlichen Farben) ein Gericht ist und je vielfältiger die Geschmackskombinationen, desto wertvoller.
  4. Vermeide Wiederholungen. Jeder hat Lieblingsgerichte, die er am liebsten jeden Tag essen würde. Besser ist aber, möglichst abwechslungsreich zu essen, um seinen Körper mit den notwendigen Nährstoffen zu versorgen. Machmal kann man ein Rezept ja auch einfach etwas abwandeln oder ersetzt einzelne Komponenten und erreicht dadurch auch schon Abwechslung.
  5. Koche bewusst und mit Freude und achte auf die Herkunft der Lebensmittel. Erstens schmeckt dir das Essen so viel besser, und – auch wenn es kitschig klingt –  das Essen mag so viel lieber gegessen werden. Das hat einen energetischen Ursprung und wer mehr darüber erfahren möchte, googelt am besten nach „Energetik der Nahrung“

Rezepte nachkochen

Rezepte sind nur so gut wie die verfügbaren Lebensmittel. Deshalb stelle ich eine Lebensmittelliste zusammen, die es sich lohnt, zu hause zu halten. Anhand dieser Liste lassen sich alle Rezepte nachkochen. Bitte seid etwas nachsichtig, denn die Liste ist noch nicht vollständig, weil mein Kopf voller Ideen ist, der Blog aber noch zu jung. Fragt doch einfach nach, wenn etwas unklar ist. Ebenfalls bin ich sehr dankbar um Rückmeldungen und Anregungen.

Viel Spass!

Rezepteauswahl

Bratwurst mit Zwiebelsauce und Rösti
Gedünsteter Mangold mit Pilav Reis
Gegrilltes Pouletbrüstli mit Kartoffel-Salbei-Füllung auf Krautstiel-Minze-Gemüse
Geräucherter Lachs auf Rösti
Lachs mit Koriander und Zitrone auf Mango-Frühlingszwiebelsalat mit Sesam und dreierlei Sprossen
Lumaconi an rassiger Rindfleischsauce
Saftigster Hamburger
Türkisches Fladenbrot